








"Voll depri drauf sein" kommt gerade in der Pubertät vor, hat mit den Hormonen zu tun und ist leider normal. Das sind Stimmungstiefs, die sich mit der Zeit wieder geben. Bleiben diese Stimmungen jedoch über längere Zeit erhalten oder treten sie in Phasen ohne äußeren Anlass auf, dann handelt es sich um eine Depression.
Der Begriff Depression kommt vom lateinischen "deprimere" und bedeutet so viel wie herunter- oder niederdrücken. Und so fühlt sich Depression an: Niedergeschlagenheit, Bedrückung, Motivations- und Perspektivlosigkeit, ohne besondere Gründe dafür nennen zu können. Jemand der an einer Depression erkrankt ist, erlebt sich als hoffnungs- und hilflos, er empfindet eine innere Leere, hat Angst und ist verzweifelt. Manche fühlen sich wie versteinert, d.h. sie sind nicht mehr in der Lage überhaupt Gefühle empfinden zu können.
Depression ist eine echte Gemütskrankheit. Die Kranken können sich davon nicht befreien und es gelingt auch nicht sie aufzumuntern. Völlig sinnlos ist es übrigens, eine depressive Person mit einem "Jetzt reiß dich mal zusammen!" zu pushen.
Ca. 3% der Kinder und Jugendlichen erleiden einmal eine schwere depressive Episode. Wesentlich mehr Mädchen als Jungen sind depressiv. Weltweit sind von dieser Krankheit etwa 340 Millionen Menschen betroffen und die Weltgesundheitsbehörde nimmt an, dass im Jahr 2010 Depression die Volkskrankheit Nr. 1 in den Industrieländern sein wird. In Deutschland und Österreich erkrankt z. Zt. ungefähr jeder Fünfte ein mal in seinem Leben an Depression.
Die größte Gefahr dieser Krankheit besteht in der Suizidalität. Wenn jemand Monate lang niedergeschlagen ist, beginnt er logischerweise am Sinn des Lebens zu zweifeln und kommt auf die Idee Schluss zu machen. Etwa die Hälfte aller Betroffenen unternehmen im Laufe der Krankheit einen Selbstmordversuch.
Wieso Menschen depressiv werden, ist bisher nicht eindeutig geklärt. Das Zusammenspiel verschiedener Faktoren kann zum Ausbruch der Krankheit führen:
Akute Belastungen wie Tod von nahestehenden Personen, Verlust des Partners, finanzielle Probleme, Arbeitslosigkeit, Mobbing, körperliche Erkrankungen wie z.B. Schilddrüsenstörungen, bei der der Stoffwechsel der Botenstoffe zwischen den Nervenzellen des Gehirns gestört ist. Eine erbliche Veranlagung - wenn nahe Verwandte unter Depressionen leiden, erhöht sich das Risiko selbst zu erkranken.
Außerdem kann eine Depression auch ohne ein äußeres Ereignis "aus heiterem Himmel" auftreten.
Eine Depression kann Wochen und Monate, in manchen Fällen sogar Jahre anhalten. Bei manchen Betroffenen schlägt die Stimmung für bestimmte Phasen ins Gegenteil, die "Manie" um: Sie sind dann vorübergehend völlig euphorisch bis zum Größenwahn. Daher der Begriff "manisch-depressiv".
Menschen, die unter einer Depression leiden, werden oft mit Vorwürfen konfrontiert, sie sollten sich nicht so haben, kein Theater spielen, sie wären doch nur zu faul, um sich aufzuraffen. Oft halten sich die Betroffenen selbst für Versager. Schließlich ist das doch alles "nur psychisch". Damit ist niemandem geholfen. Wer unter Depressionen leidet, ist krank und braucht eine intensive Behandlung. In Frage kommen eine medikamentöse Behandlung mit


































