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Gilda Sahebi über Migration, Zugehörigkeit und die Frage, warum Einsamkeit oft politisch ist

Portrait von Gilda Sahebi

Foto: Hannes Leitlein

In der zweiten Sonderfolge von „Kopfsalat“ zum Thema Einsamkeit und Migration ist die Journalistin, Autorin und Politikwissenschaftlerin Gilda Sahebi zu Gast. Mit Moderator Sven Haeusler spricht sie über Zugehörigkeit, gesellschaftliche Spaltung und warum Einsamkeit oft viel tiefer geht als das Gefühl, allein zu sein.

Gilda Sahebi wurde im Iran geboren und kam als Kind mit ihrer Mutter nach Deutschland. Heute gehört sie zu den wichtigsten Stimmen, wenn es um gesellschaftliche Machtverhältnisse, Migration, Polarisierung und Menschenrechte geht. Im Gespräch verbindet sie persönliche Erfahrungen mit analytischer Schärfe und beschreibt, wie sehr das Gefühl von Zugehörigkeit von inneren und äußeren Bedingungen geprägt wird.

Besonders eindrücklich spricht sie darüber, dass Zugehörigkeit nicht dauerhaft von außen kommen kann. „Ich kann nur annehmen, was schon in mir ist“, sagt sie und beschreibt das Gefühl, immer wieder gegen eine Wand gelaufen zu sein, wenn sie versucht hat, sich Zugehörigkeit über Beziehungen, Arbeit oder Anerkennung zu holen.

Die Journalistin erklärt, wie politische und mediale Narrative gezielt Spaltung erzeugen können und warum das ständige „Wir gegen die“ nicht nur den gesellschaftlichen Umgang miteinander verändert, sondern auch Isolation und Einsamkeit verstärken kann. Gleichzeitig zeigt sie aber auch, dass die Realität oft viel solidarischer ist, als öffentliche Debatten glauben machen.

Zwischen persönlichen Erinnerungen, politischen Analysen und sehr emotionalen Momenten entsteht ein Gespräch über Migration, Identität und die Frage, wie Menschen trotz gesellschaftlicher Spannungen Verbindung finden können. Entstanden ist eine Folge über das Bedürfnis, gesehen zu werden und darüber, warum echte Zugehörigkeit vielleicht genau dort beginnt, wo man lernt, sich selbst nicht mehr auszuschließen.

Diese Folgen sind Teil unserer Sonderedition Einsamkeit. Die Staffel wird durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) gefördert.

Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung des BMBFSFJ dar. Die Verantwortung für den Inhalt der Veröffentlichung liegt bei den Autor*innen.

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