Aktivist Max Schneller über Einsamkeit, Zugehörigkeit und Radikalisierung
Foto: Moritz Schleiffelder (Heymo)
In der neuen Folge von „Kopfsalat“ ist Max Schneller zu Gast. Der Aktivist lebt in einer Kleinstadt Sachsen-Anhalts und setzt sich öffentlich für Demokratie und gegen Rechtsextremismus ein. Bekannt wurde er, als er sich mit 16 Jahren allein auf eine lokale Montagsdemonstration stellte und den dort verbreiteten extremistischen Positionen widersprach.
Für seinen Mut erhielt Max Schneller viel Unterstützung, aber auch Beleidigungen, Gewalt- und Morddrohungen. Trotzdem hält er an seinem Standpunkt fest. „Ich würde aber lügen, wenn ich sage, ich hätte keine Angst“, sagt er.
Im Gespräch mit Moderator Sven Haeusler erzählt er von Mut und Angst, von Einsamkeit, Ausgrenzung und der Bedeutung von Zugehörigkeit für junge Menschen. Dabei geht es auch um die Frage, warum radikale Gruppen gerade jungen Menschen oft genau das versprechen, was ihnen im Alltag fehlt: Anerkennung, Orientierung und Gemeinschaft. Er kenne solche Versprechen, entschied sich aber bewusst für einen anderen Weg.
Deutlich wird im Gesprächi auch, welche Rolle das Lebensumfeld spielen kann. Fehlende Infrastruktur, wirtschaftliche Unsicherheit und das Gefühl, von Politik und Gesellschaft übersehen zu werden, können Einsamkeit und Frustration aus Sicht von Max Schneller, aber auch nach wissenschaftlichen Erkenntnissen, massiv verstärken und die Befürwortung radikaler Werte begünstigen. „Dass es immer mehr einsame Männer gibt, müssen wir leider auch sagen – und die versuchen, aufgrund der Einsamkeit und diesem Frust, eben irgendwie anders wieder Gemeinschaft zu finden“, sagt Max Schneller.
Eine Folge über Einsamkeit, Demokratie und die Frage, wie Zugehörigkeit entstehen kann.
Diese Folge ist Teil unserer Sonderedition Einsamkeit. Die Staffel wird durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) gefördert.
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