Vanelynn Gorek über Social Media, Einsamkeit und die Frage, was echte Nähe ist
Foto: Caroline Weber Larsen
Social Media verbindet Menschen über Ländergrenzen hinweg, schafft Gemeinschaft und kann neue Begegnungen ermöglichen. Gleichzeitig kann genau diese permanente Verbindung ein Gefühl verstärken, das all diesen Möglichkeiten auf den ersten Blick gegensätzlich scheint: Einsamkeit. Darüber spricht Vanelynn Gorek in der neuen Folge von „Kopfsalat“.
Die Schauspielerin und Content-Creatorin nutzt soziale Medien nicht nur privat, sondern auch als Teil ihres Berufs und wurde mit der Zeit zu einem eigenen Arbeitsfeld. Damit kamen Reichweite, Kooperationen und neue Möglichkeiten, aber auch wachsender Druck. „Es macht einen bekloppt“, sagt sie über Likes, Kommentare, Insights und die ständige Abhängigkeit von Zahlen und Algorithmen.
Besonders beschäftigt sie, was beim Scrollen mit uns passiert. Während wir häufig allein auf unser Handy schauen, begegnen uns dort die vermeintlich schönsten Ausschnitte aus dem Leben anderer. „Man vergleicht ja immer nach oben, nicht nach unten.“ Genau darin sieht Vanelynn Gorek eine Gefahr. Aus einzelnen Momenten entstehe schnell der Eindruck, alle anderen seien glücklicher, erfolgreicher oder verbundener. Das könne unglaublich einsam machen.
Dabei geht es in der Folge nicht darum, Social Media grundsätzlich schlechtzureden. Im Gegenteil: Vanelynn Gorek erzählt auch davon, wie sie über Instagram Veranstaltungen entdeckt, neue Menschen kennengelernt und daraus reale Begegnungen entwickelt hat. Für sie liegt genau darin ein wichtiger Unterschied: „Das ist zum Vernetzen toll, aber ich muss diesen Schritt schaffen in die analoge Welt.“
Im Gespräch mit Moderator Sven Haeusler geht es um Grenzen, Doom-Scrolling, parasoziale Beziehungen, Selbstfürsorge und die Frage, wie viel Nähe Social Media tatsächlich schaffen kann und weshalb echte Verbindung oft dort beginnt, wo das Handy einmal in der Tasche bleibt.
Diese Folge ist Teil unserer Sonderedition Einsamkeit. Die Staffel wird durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) gefördert.
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