Newsroom-Header

Am 10. September ist Welttag der Suizidprävention (WTSP). Zu diesem Anlass starten zahlreiche Akteure aus den Bereichen Suizidprävention und Seelische Gesundheit zum zweiten Mal die symbolische Großaktion 600 LEBEN. Die Zahl 600 steht für 600 Jugendliche und junge Menschen, die jedes Jahr in Deutschland durch Suizid sterben. Um diese Verluste in Zukunft zu verhindern, fordern die Organisatoren eine nationale Aufklärungskampagne zu den Themen Suizid und Depression. Durch die Aktion 600 LEBEN sollen möglichst viele Politiker für das Thema sensibilisiert werden.

Über die Aktionswebseite www.600leben.de werden Menschen aller Altersgruppen dazu aufgerufen, die Aktion mit ihrem Erscheinen am Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor zu unterstützen.

Die Aktion
600 Menschen werden sich am 10. September vor dem Brandenburger Tor versammeln und sich um Punkt 13:00 Uhr auf ein Signal hin zu Boden fallen lassen. Dort werden sie so lange liegen bleiben, bis ihnen Vertreter aus Politik und Gesundheitswesen die Hand reichen und aufhelfen. Eine Stoppuhr wird öffentlich dokumentieren, wie viel Zeit verstreicht, bis allen 600 Menschen aufgeholfen wurde. Vor allem Mitglieder der Bundestagsausschüsse für Gesundheit sowie für Familie und Jugend, aber auch weitere Bundestagsabgeordnete und Vertreter von Institutionen und Stiftungen im Gesundheitsbereich wurden im Vorfeld zur Aktion eingeladen. Sie wissen, dass am 10. September 600 Menschen auf ihre Hilfe warten und sind aufgefordert, ihnen die Hand zu reichen ­– als Zeichen dafür, dass sie die Betroffenen und deren Angehörige nicht alleine lassen und einen Beitrag leisten wollen, um in Zukunft möglichst viele Suizide zu verhindern.

Die Relevanz
Jedes Jahr sterben in Deutschland 600 Jugendliche und junge Erwachsene unter 25 Jahren durch Suizid. 10.000 Menschen sind es insgesamt. Somit sterben mehr Menschen durch Suizid als durch Verkehrsunfälle, Drogen und AIDS zusammen. Es ist die zweithäufigste Todesursache bei jungen Menschen zwischen 15 und 29 Jahren (WHO 2014). Dennoch gibt es nach wie vor keine Aufklärungsarbeit durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA).
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die International Association for Suicide Prevention (IASP) haben erstmals im Jahr 2003 den Welttag der Suizidprävention ausgerufen. Die Organisatoren von 600 LEBEN haben sich durch das diesjährige Motto des Welttags der Suizidprävention „Preventing Suicide: Reaching Out and Saving Lives” anregen lassen, die Politik aufzufordern, den Betroffenen und ihren Angehörigen die Hand zu reichen. Unterstützt wird die Aktion unter anderem durch die Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention (DGS), vielen weiteren Partnern aus den Bereichen Suizid, Depression und Seelische Gesundheit sowie der Berliner Sparkasse.

Die Forderung
Letztes Jahr fand die Aktion 600 LEBEN zum ersten Mal statt und hatte zum Ziel, die Öffentlichkeit für die Themen Depression und Suizid zu sensibilisieren. Aufgrund des großen Erfolgs und als konsequente Weiterentwicklung der Aktion richtet sich das Aktionsbündnis 600 LEBEN dieses Jahr gezielt an Politikerinnen und Politiker. Denn es liegt auch in ihrer Verantwortung, die Aufklärungsarbeit zu Depression und Suizid voranzutreiben.
Mit der Aktion 600 LEBEN fordern die Aktionspartner die geladenen Vertreter aus Politik und Gesundheitswesen dazu auf, den 600 Jugendlichen und jungen Menschen symbolisch die Hand zu reichen. Dahinter steht die Erwartung, dass das Tabu über Suizid gebrochen wird und das Thema mehr Aufmerksamkeit von der Politik erhält. Hintergrund der Aktion ist die konkrete Forderung der Organisatoren nach einer nationalen Aufklärungskampagne. Denn nur wenn über Suizid und Depression aufgeklärt wird, kann den Betroffenen und ihren Familien geholfen werden.

Weiterführende Links:

» Downloadbereich der PM

» Dokumentation der Aktion 2014

Wer organisiert 600 LEBEN?

» Angehörige psychisch Kranker – Landesverband Berlin e.V

» Aktionsbündnis Seelische Gesundheit

» Berliner Krisendienst

» DGPPN

» Diakonie eMail-Beratung für Kinder und Jugendliche e.V.

» Freunde fürs Leben e.V.

» Kinder- und Jugendtelefon Berlin e.V.

» Kirchliche TelefonSeelsorge Berlin e.V.

» neuhland e.V.

» Online-Suizidprävention [U25] Berlin der Caritas

 

Logoleiste_600LEBEN

Unterstützt wird die Aktion von der AGUS e.V., dem Aktionsbündnis Seelische Gesundheit, betterplace.org, dem Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement, der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention (DGS), Irrsinnig Menschlich e.V., juuuport und der Stiftung Deutsche Depressionshilfe.

Ein großer Dank gilt unseren ehrenamtlichen Helfern Julian Bork, Yana Alexa Espanner, Christoph Rauscher und Claudia Wagner (Grafikdesign), Simon Marcinkiewicz und Philipp Sehling (Bewegtbildbeiträge), Malte Sauer (Recherche) sowie unseren Sponsoren der Berliner Sparkasse, FAIRDRUCKT (Textildrucksponsor) sowie FreundSaft und unserem Druckpartner Pinguin Druck.

Teilen