Es ist wichtig, sich mit bestehenden Irrtümer zum Thema Suizid und den Anzeichen, die auf eine bevorstehende Selbsttötung hinweisen könnten, auseinanderzusetzen. Oft werden Fakten mit Unwahrheiten durcheinander gebracht. Hier ist ein kleines Quiz mit sieben Fragen. Wie viele davon kannst Du richtig beantworten?

Wer sich einmal mit Selbstmordgedanken trägt, wird es sein Leben lang tun.

FALSCH!

Jemand, der sich das Leben nehmen will, ist nur für eine begrenzte Zeit „selbstmordgefährdet“. In dieser Zeit holt sich diese Person entweder Hilfe, überwindet die Selbstmordgedanken oder überlebt den Selbstmordversuch nicht.

 

Wenn jemand schon einmal versucht hat, sich umzubringen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass er es noch einmal versucht, wesentlich niedriger.

FALSCH!

Mindestens 80% aller durchgeführten Selbstmorde geschehen nach vorherigen Selbstmordversuchen. Dies trifft besonders auf junge Leute zu.

Menschen, die sich mit Selbstmordgedanken tragen, möchten gar nicht unbedingt sterben.

WAHR!

Unentschlossenheit ist ein deutliches Merkmal einer selbstmordgefährdeten Person. Viele wollen gar nicht sterben, sondern möchten nur einen Weg finden, um einer unerträglichen Situation zu entkommen.

Es ist keine gute Idee, jemanden zu fragen, ob er sich mit Selbstmordgedanken trägt. Über Selbstmord zu reden, könnte ihn nur auf den Gedanken bringen sich umzubringen.

FALSCH! 

Manche meinen, es sei sicherer, nicht mit jemandem über Selbstmord zu sprechen, der diese Möglichkeit in Erwägung zieht. Doch ganz im Gegenteil: Darüber zu sprechen, hilft dieser Person oftmals, sich mit den damit verbundenen schwierigen Themen auseinanderzusetzen und die Spannung zwischen dem Wunsch zu leben und zu sterben, zu lösen. Eine Bereitschaft zum Zuhören zeigt, dass Menschen Anteil nehmen und bereit sind, zu helfen.

 

Wenn sich eine depressive oder selbstmordgefährdete Person besser fühlt, bedeutet das gewöhnlich, dass sich das Problem gelöst hat.

FALSCH! 

Wenn jemand, der zuvor depressiv war oder sich mit Selbstmordgedanken getragen hat, plötzlich wieder fröhlicher erscheint, sollte nicht davon ausgegangen werden, dass die Gefahr vorbei ist. Hat sich jemand entschlossen, seinem Leben ein Ende zu setzen, kann er sich bereits auf Grund der getroffenen Entscheidung „besser“ fühlen bzw. ein Gefühl der Erleichterung empfinden. Eine schwer depressive Person hat zwar möglicherweise nicht die Energie, Selbstmordgedanken in die Tat umzusetzen. Sobald jedoch wieder genügend Energie da ist, ist es gut möglich, dass sie sich doch noch das Leben zu nehmen versucht.

Die größte Gefahr des Selbstmords besteht unter jungen Männern.

WAHR! 

Die Gefahr des Selbstmords ist in vielen Ländern unter Männern zwischen 18 und 24 Jahren am höchsten.

 

Jemand, der behauptet, er möchte sich am liebsten umbringen, würde es doch nie tun. Er versucht dadurch nur Dampf abzulassen. Diejenigen, die sich wirklich umbringen wollen, reden gewöhnlich nicht darüber. Sie tun es einfach.

FALSCH!

Die meisten Menschen reden entweder darüber oder tun etwas, das darauf hindeutet, dass sie sich umbringen wollen.

Quelle: befrienders.org

Teilen