Seine blauen Augen. Ihr langes, lockiges Haar. Rote Lippen. Seine starken Arme. Die Art, zu lachen. Dass ich so sein kann, wie ich bin.
Ein kurzer Moment und schon ist es passiert: Wir haben uns verliebt. In den süßen Eisverkäufer an der Ecke, in das schöne Mädchen an der Bar, in unseren besten Freund, in die Liebe unseres Lebens. Ist der Funke einmal übergesprungen, geht es los: Erste Dates, erste Küsse, Liebesbekundungen.

Unseren Nächsten zu sagen, dass wir sie lieben, gehört zu unserem Alltag dazu. Es fällt uns leicht, Komplimente zu verteilen. Doch wie sieht das eigentlich bei uns selbst aus? Liebst Du Dich selbst? Was magst Du an Dir, was sind Deine Stärken? Und wie oft sagst Du Dir das eigentlich selbst?

Wir von Freunde fürs Leben e.V. haben neun Menschen auf die Probe gestellt: Unvorbereitet haben wir sie aufgefordert, einen Liebesbrief an sich selbst zu schreiben. Die Beteiligten merkten den positiven Effekt der Übung sofort: „Als ich das letzte Wort auf meinem Brief vorgelesen hatte, hab ich mich einfach gut gefühlt. Es war ein tolles Gefühl, sich selbst in einem so positiven Licht zu sehen.“, so Michelle James. Seit dem Dreh hängt der Liebesbrief bei ihr zu Hause an der Wand.

Sein Selbstwertgefühl zu stärken, ist enorm wichtig. Sich ab und zu etwas Gutes tun. Selbstbewusst in den Spiegel schauen. Sich selbst anlächeln. Ein gutes Selbstwertgefühl wirkt sich sowohl auf das eigene Wohl, als auch auf das Umfeld aus. Wer mit sich selbst im Reinen ist, dem fällt es leichter, sich anderen zu öffnen und Liebe zuzulassen.

Eine besondere große Rolle spielt der Selbstwert bei Depressions-Betroffenen. Häufig haben sie das Gefühl, nichts wert zu sein. Sie fühlen sich alleine. Gerade diesen Menschen hilft es, die Bestätigung von Freunden und Familie zu bekommen. Zusätzlich ist es sinnvoll, sich über eigene Stärken und Fähigkeiten bewusst zu sein und sich diese regelmäßig vor Augen zu führen, um zu merken, dass man liebenswürdig und wertvoll ist.
Natürlich wird es immer jemanden geben der größer, schöner oder erfolgreicher ist. Doch niemand wird je so sein, wie du es bist und genau das ist der Punkt, den es zu verinnerlichen gilt.

Wir bedanken uns bei den Filmstudenten Steffi Kunze, Dominik Gauglitz und André Gordijenko und allen Beteiligten, die so mutig waren, sich unserer Aufgabe und sich selbst zu stellen.

Teilen