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Psychische Gesundheit und interkulturelle Versorgung: Prof. Dr. Schouler-Ocak über die Herausforderungen bei Diagnose und Therapie

Foto: St. Hedwigs Krankenhaus © Sylvia Thomas-Mundt

In der zweiten Folge zum Thema Rassismus, Migration und mentale Gesundheit ist Expertin Prof. Dr. Meryem Schouler-Ocak zu Gast. Auch sie bewegt die Frage: “Wie finden wir einen Weg, um Menschen aus ganz anderen kulturellen Kontexten wirklich richtig zu diagnostizieren und auch die entsprechenden Behandlungsmöglichkeiten vorzuschlagen.” Sie ist leitende Oberärztin der Psychiatrischen Institutsambulanz der Charité im St. Hedwig-Krankenhaus und Leiterin des Forschungsbereichs Interkulturelle Migrations- und Versorgungsforschung. Ihr ist es wichtig, dass die psychische Gesundheit von Menschen mit Migrations- und Fluchterfahrungen in der medizinischen Behandlung mehr Beachtung findet. Sie betont, dass die Zugangsbarrieren zu einer angemessenen Therapie- und Behandlung für diese Menschen zu hoch seien.

In ihrem Arbeitsalltag im Bereich der interkulturellen Migrations- und Versorgungsforschung beschäftigt sie sich unter anderem damit, wie innerhalb des psychiatrischen Sektors stärker auf kulturelle Verschiedenheiten der Patient:innen eingegangen werden kann, um so ein größeres Verständnis in der Therapie zu schaffen. “Wenn man davon nicht selbst betroffen ist, spürt man das nicht”.

Kopfsalat – Der Freunde fürs Leben-Podcast über Depressionen, Gefühle und den ganzen anderen Salat im Kopf erscheint zwei Mal im Monat und ist auf frnd.de sowie auf den gängigen Podcast-Plattformen abrufbar. Das Projekt wird durch die Deutsche DepressionsLiga e.V. und die DAK-Gesundheit im Rahmen der Selbsthilfeförderung nach §20 h Sozialgesetzbuch V gefördert.

Seit 2001 klärt der gemeinnützige Verein Freunde fürs Leben e.V. Jugendliche und junge Erwachsene über seelische Gesundheit, Depression und Suizid auf. Denn durch gezielte Informationsvermittlung über Warnsignale, Hilfsadressen und Therapiemöglichkeiten ist Suizidprävention möglich. Mit kreativen und jugendlichen Projekten und Kampagnen wollen Freunde fürs Leben mehr Akzeptanz für die Tabuthemen Depression und Suizid erzeugen.

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