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Paula Schulze über ihre Arbeit als Creatorin, digitale Nähe und den Druck von Algorithmen

 

Paula Schulze in warmem Licht

Foto: Paula Schulze

In dieser Sonderfolge von „Kopfsalat“ spricht Moderator Sven Haeusler mit der Instagram-Creatorin Paula Schulze (flowmitpaula) über ihre Perspektiven auf Social Media. Die lizenzierte Personal Trainerin und studierte Physiotherapeutin begann ihren Account ursprünglich mit Videos aus ihrem beruflichen Alltag: „Ich hab am Anfang kleine Flows hochgeladen, also kleine Sportsequenzen.“ 

Mit der Zeit entwickelte sich daraus jedoch mehr und ihr Account wuchs mit ihrem eigenen Leben mit. Heute teilt sie dort auch Gedanken zu Beziehungen, Mutterschaft, aber auch zu ihrer psychischen Gesundheit und Therapie.

Die alltäglichen Einblicke durch Creator:innen schaffen eine besondere Form digitaler Nähe. Viele Menschen verfolgen ihren Alltag über Jahre hinweg und erleben ihre Gedanken und Erfahrungen mit, obwohl sie sich im echten Leben gar nicht kennen. „Man ist schon ein bisschen wie so eine digitale Freundin“, beschreibt es Paula.

Obwohl sie nur Ausschnitte aus ihrem Leben teilt, komme es über Nachrichten immer wieder zu intensivem Austausch – auch über Themen, die in realen Freundschaften vielleicht nicht sofort angesprochen werden. Paula beschreibt, wie selbstverständlich solche Beziehungen auf Social Media geworden sind und wie stark Privates und Öffentlichkeit ineinander übergehen.

Dabei spielen zudem strukturelle Mechanismen eine Rolle: Wer Inhalte beruflich teilt, bewegt sich immer auch im Rhythmus von Werbung, Reichweite, Zahlen und Sichtbarkeit. „Der Algorithmus will ja, dass man die ganze Zeit online ist“, sagt sie. Das setze auch sie unter Druck. Das „Richtige“ zu posten und nicht anzuecken, kann zudem auch psychisch belastend sein. Trotzdem arbeitet sie bewusst ohne festen Plan und vermutet, dass diese Haltung auch für ihre Follower:innen spürbar ist.

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