Simon Batta über jugendlichen Frust, Einsamkeit und die Kraft ehrlicher Begegnungen
Foto: kaev.faerber
In der neuen Folge von „Kopfsalat“ zum Thema Einsamkeit ist Simon Batta zu Gast. Er arbeitet seit vielen Jahren mit Kindern und Jugendlichen in schwierigen Lebenslagen und hat den Verein Simon Batta Jugendcoaching e. V. gegründet. Im Gespräch mit Sven Haeusler erzählt er von seiner eigenen Jugend, von Isolation, Kriminalität, Sucht und dem tiefen Gefühl, nicht gesehen zu werden.
Schnell wird klar: Einsamkeit zeigt sich nicht immer leise. Manchmal steckt sie hinter Wut, Aggression, Rückzug oder dem Versuch, irgendwo dazuzugehören. Simon Batta beschreibt eindrücklich, wie sehr ihn das Gefühl geprägt hat, in der eigenen Familie nicht gehört zu werden. „Ich hatte immer das Gefühl, ich bin anders und ich gehöre nicht so richtig dazu“, sagt er und macht damit sichtbar, wie früh Einsamkeit entstehen kann.
Doch er erzählt auch von einem Brief seiner Schwester, der sein Leben verändert hat. Ihre Worte gaben ihm das Gefühl, trotz allem geliebt und gebraucht zu werden. Diese Erfahrung prägt bis heute seine Arbeit: Simon Batta trennt konsequent zwischen dem Menschen und seinem Verhalten. Wer Fehler macht, ist für ihn nicht verloren, sondern braucht Beziehung, Vertrauen und eine echte Chance.
Im Gespräch geht es auch darum, was Jugendlichen wirklich helfen kann. Nämlich nicht starre Konzepte, sondern wirklich ehrliches Interesse, Kommunikation auf Augenhöhe und Menschen, die bleiben, auch dann, wenn es schwer ist. Der Jugendcoach zeigt, wie viel Kraft darin liegt, sich zu öffnen, Scham abzulegen und die eigene Geschichte nicht länger zu verstecken. Eine Folge über Schmerz, Verantwortung und die Hoffnung, dass es Wege aus der Einsamkeit gibt.
Diese Folgen sind Teil unserer Sonderedition Einsamkeit. Die Staffel wird durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) gefördert.
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