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Kopfsalat Folge 11: Sucht und Depression – Eine Krankheit kommt selten allein

Suchtexperte Prof. Johannes Lindenmeyer spricht über gestörte Trinkkultur, Stigmata und Behandlung bei Suchterkrankungen

Als wären Depressionen nicht schon schlimm genug, kommen sie oft in Verbindung mit Suchterkrankungen vor – 40% der Substanzabhängigen haben zusätzlich eine psychische Störung. Zu Gast in der 11. Folge von Kopfsalat ist Suchtexperte und Psychologe Prof. Johannes Lindenmeyer, der sich jahrelang an der Salus Klinik in Lindow mit der gezielten Behandlung dieser Krankheitskombination beschäftigt hat. Gemeinsam mit den Moderatorinnen Sara Steinert und Sonja Koppitz spricht er über die Definition, Ursachen und Auswirkungen von Abhängigkeit – und erklärt, welche Rolle das Belohnungssystem im Gehirn dabei einnimmt. Als “gestörte Trinkkultur” bezeichnet Prof. Johannes Lindenmeyer den Umgang mit Alkohol in Deutschland und macht sich für präventive Aufklärung stark: “Süchte sind die am stärksten stigmatisierte Erkrankung. Die Betroffenen werden kritisiert als Versager, Willensschwächlinge und schämen sich deswegen auch sehr. Sie vermeiden deswegen […], sich in Behandlung zu begeben”. Jugendlichen könne nicht suggeriert werden, sie dürfen nicht trinken. Wichtig sei, zu vermitteln: ‘Trink nicht, wenn du alleine bist, um deine Gefühle zu optimieren’, so Prof. Johannes Lindenmeyer. Zum Abschluss fasst das Trio Tipps zum Umgang mit Alkohol zusammen und klärt die Frage, warum sich eine Depression mit Alkohol überhaupt nicht verträgt.

Kopfsalat – Der Freunde fürs Leben-Podcast über Depressionen, Gefühle und den ganzen anderen Salat im Kopf erscheint monatlich und ist auf frnd.de sowie auf iTunes, Spotify und Deezer abrufbar. Der Podcast ist ein Projekt der Deutschen DepressionsLiga e.V. und finanziell gefördert durch die BARMER Krankenkasse.

Seit 2001 klärt der gemeinnützige Verein Freunde fürs Leben e.V. Jugendliche und junge Erwachsene über seelische Gesundheit, Depression und Suizid auf. Denn durch gezielte Informationsvermittlung über Warnsignale, Hilfsadressen und Therapiemöglichkeiten ist Suizidprävention möglich. Mit kreativen und jugendlichen Projekten und Kampagnen wollen Freunde fürs Leben mehr Akzeptanz für die Tabuthemen Depression und Suizid erzeugen.

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