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Kopfsalat Folge 24: Fasten gegen Depression

Foto: Tom Wagner

Dr. Sven Steffes-Holländer spricht darüber, wie Ernährung die mentale Gesundheit beeinflussen kann – jetzt auf frnd.de/kopfsalat 

Jede:r kennt das angespannte, unangenehme Gefühl, hungrig zu sein oder umgekehrt die wohlige, warme Zufriedenheit, wenn man seine Lieblingspizza verspeist hat. Aber kann man mit seiner Ernährung auch Einfluss auf die psychische Gesundheit und Depression nehmen? Darüber sprechen die Moderatorinnen Sonja Koppitz und Sara Steinert in der neuen Folge des FRND-Podcasts Kopfsalat mit Dr. Sven Steffes-Holländer, Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie sowie Sozial- und Ernährungsmedizin und Chefarzt der Heiligenfeld Klinik Berlin.

Das Ergebnis ist eindeutig: Ernährung und Wohlbefinden hängen eng miteinander zusammen. Dr Steffes-Holländer  erklärt: “Natürlich bekommen wir über den Darm auch emotionale Informationen. Alle Gefühle entstehen über den Körper”. Der Zustand des Mikrobioms, also aller Bakterien, die den Darm besiedeln, spielt eine wichtige Rolle für die mentale Gesundheit. “Psychotherapeuten und Psychiater haben nach den Lösungen für psychische Erkrankungen immer primär im Kopf geguckt, mittlerweile gucken sie auch unterhalb des Kopfs”, so der Mediziner. Deswegen ist eine nährstoffreiche, vollwertige und ausgewogene Ernährung genauso wichtig für die physische als auch die psychische Gesundheit.  Ist es also möglich, seine Depression einfach weg zu essen? So einfach ist es leider nicht. Eine gesunde Ernährung schafft allerdings ein größeres Bewusstsein für die Nahrungsaufnahme und hat eine vorbeugende Wirkung für psychische Krankheiten. “Wir können zumindest die Symptome einer Depression lindern und positiv beeinflussen.”, so das Fazit von Dr. Steffes-Holländer.

Kopfsalat – Der Freunde fürs Leben-Podcast über Depressionen, Gefühle und den ganzen anderen Salat im Kopf erscheint monatlich und ist auf frnd.de sowie auf Apple Podcasts, Spotify, Deezer und Audio Now abrufbar. Er wird als Projekt der Deutsche DepressionsLiga e.V. im Rahmen der Selbsthilfeförderung durch die Techniker Krankenkasse (TK) gefördert.

Seit 2001 klärt der gemeinnützige Verein Freunde fürs Leben e.V. Jugendliche und junge Erwachsene über seelische Gesundheit, Depression und Suizid auf. Denn durch gezielte Informationsvermittlung über Warnsignale, Hilfsadressen und Therapiemöglichkeiten ist Suizidprävention möglich. Mit kreativen und jugendlichen Projekten und Kampagnen wollen Freunde fürs Leben mehr Akzeptanz für die Tabuthemen Depression und Suizid erzeugen.

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